Sieger André Vonarburg fuhr ein ideales Rennen
Mit André Vonarburg (SC Sempach) und Ekaterina Karsten (WRuss) setzten
sich beim 18. BKW-Armadacup auf dem Wohlensee bei Bern die Favoriten durch.
Insgesamt waren rund 230 Skiffs an dieser Ruder-Langstreckenprüfung über
9 km am Start.
Vonarburg fuhr mit mehreren Bootslängen Vorsprung auf den auch im letzten
Jahr zweitklassierten Italiener Elia Luini durchs Ziel. "Nach dem Massenstart
ging ich an der Spitze in die erste Kurve und konnte nachher das Feld kontrollieren",
sagte der Olympia-Achte im Ziel. Er versuchte gemäss Absprache mit seinem
Trainer Reto Wyss mit jedem Schlag etwas weiter weg zu kommen, was ihm auch
gelang. "So gesehen war es für mich ein ideales Rennen", so Vonarburg, der
im nächsten Jahr das Schwergwicht auf das Studium setzt. "Ich werde aber
weiter trainieren und mit Ausnahme der WM alle Regatten bestreiten." Danach
will er sich während drei Jahren mit dem Ziel Olympische Spiele in Peking
hundertprozentig auf das Rudern konzentrieren.
André Vonarburg startete zum ersten Mal bei den Senioren. 1996 hatte er
die einzigartige Ruderprüfung, bei der auch Taktik und Routenwahl eine Rolle
spielen, als Junior bestritten.
Karsten diesmal souverän Vor zwei Jahren konnte Ekaterina Karsten nicht starten, weil dass Rennen
wegen zu starken Windes abgesagt wurde. Die zweifache Olympiasiegerin aus
Weissrussland feierte dann ihre Premiere im Vorjahr mit einem "Ausflug"
ins Seegras und hatte keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz. "Diesmal
behinderten mich am Start nur die Wellen des VIP-Bootes", sagte die Olympia-Zweite
von Athen, die sich vor der Deutschen Magdalena Schmude durchsetzte.
Lea Fluri verpasste knapp einen Podestplatz Als beste Schweizerin gute Vierte wurde Lea Fluri. Die Leichtgewichts-Doppelzweier-Ruderin
vom SC Biel hielt keine Geringere als die Skiff-Olympiavierte Mirka Knapkova
auf Distanz. Die Tschechin musste sich mit Rang 5 begnügen. "Den Start habe
ich etwas verschlafen. Dazu hatte ich bei einem im See stehenden Strommasten
noch einen Stillstand, weil mich ein anderes Boot abdrängte", sagte Fluri
zum Rennen.
Das neue Gesicht des Armadacups Bei prächtigem Herbstwetter und guten Wasserbedingungen starteten insgesamt
ca. 220 Athleten im Skiffrennen des diesjährigen Armadacups. Daneben fand
diese Jahr erstmals auch ein Viererrennen für Jungathleten bis 14 Jahre
statt. Der Ruderclub Schaffhausen gewann dieses Rennen deutlich und sicherte
sich damit den Siegerpreis; ein 4er-Boot von Werner Kahl - die Ruderwerkstatt.
Selbstverständlich waren auch die Drachenbootmannschaften wieder mit von
der Partie. Mit einer Zeit von 38:35.49 ging der diesjährige Sieg in dieser
Disziplin an die Easy Dragons 1 WSV Schwoerstadt vor dem Drachenboot Club
beider Basel 1 auf dem zweiten und Drachenboot-Club Meilen auf dem dritten
Platz.
Ein familiärer Anlass mit Topbesetzung Nebst den optimalen Bedingungen und der guten Besetzung des Anlasses war
auch die Stimmung dieses Jahr wieder hervorragend. Als krönender Abschluss
überreichte schliesslich alt Bundesrat Adolf Ogi den Gewinnern die Preise.
Auch Marc Furrer, Bakom-Chef und bisheriger Ruderverbands-Präsident, war
als Zuschauer beim Rennen dabei. Schliesslich war er es, der den Armadacup
1987 ins Leben gerufen hatte.
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