Der BKW-Armadacup lässt auf eine spannende Olympiasaison 2004 hoffen

Zum 17. Mal ist am Samstag, dem 25. Oktober der BKW-Armadacup auf dem Wohlensee in Bern durchgeführt worden. Das Traditionsrennen, das jährlich Ende Oktober stattfindet, ist jeweils das letzte der Saison und vereint immer wieder Spitzenathleten aus ganz Europa. Dieses Jahr waren auch Schweizer Ruderer wieder auf den vorderen Plätzen dabei.
 

Ein Traditionsrennen mit hochkarätigen Teilnehmenden

Einmal im Jahr wird der sonst so idyllische Wohlensee am Berner Stadtrand Schauplatz einer Weltklasseveranstaltung. Das Datum der Austragung des BKW-Armadacups ist seit Jahren ein Fixpunkt in der Agenda von Weltklasseruderern aus verschiedenen Nationen. Als abschliessendes internationales Rennen der Saison ist es ein Leistungstest bei dem vor allem die familiäre Atmosphäre und der Spass am Sport im Vordergrund stehen. Geschätzt wird zudem, dass es sich um ein Langstreckenrennen handelt, und der BKW-Armadacup somit nicht zu den eigentlichen Qualifikationswettkämpfen zählt. Die diesjährige Veranstaltung bot eine besonders willkommene Abwechslung zum Selektionsstress für die olympischen Spiele in Athen im nächsten Jahr.

Schnelle Zeiten auf der neun Kilometer langen Strecke

Der Startschuss zum diesjährigen Rennen erfolgte wie geplant um 14.30 Uhr. Schon früh konnte sich eine Spitzengruppe vom Feld absetzten und je länger das Rennen dauerte, umso grösser wurde der Abstand dieser Topathleten auf die übrigen Teilnehmer. Schliesslich erwartete die Zuschauer ein spannender Zieleinlauf, aus dem der Deutsche Ingo Euler mit 33 Minuten und 7 Sekunden als Sieger hervorging. Er unterbot damit sogar den Streckenrekord aus dem Jahre 2000 um knappe 10 Sekunden. Kurz darauf passierte Elia Luini aus Italien die Ziellinie. Mit einer Zeit von 33:26:13 war er der zweitschnellste auf der neun Kilometer langen Strecke nur knapp vor Luka Spik aus Slowenien, der sich mit 33:42:02 den 3. Platz sicherte.

Mit 37 Minuten und 30 Sekunden erreichte die Luzernerin Carolina Lüthi auf dem 40. Gesamtrang dieses Jahr als erste Frau das Ziel. Sie hatte sich bereits nach drei Kilometern von ihren Mitstreiterinnen distanziert und errang somit seit 1988 den erst zweiten Schweizer Sieg in der Kategorie der Damen am Armadacup.

Ein Berner mit Ambitionen

Seit langem konnte sich auch wieder ein Berner in den vorderen Plätzen klassieren. Silvan Aerni, der junge Leichtgewichtsruderer des See Club Thun, der zurzeit mit Markus Gier im Doppelzweier für die Olympischen Spiele in Athen trainiert, klassierte sich auf dem hervorragenden 4. Platz. Obwohl es für ihn "in erster Linie ein Plausch" gewesen sei und er sich nicht speziell vorbereitet habe, kann er aufgrund des hochdotierten Teilnehmerfeldes mehr als stolz sein auf seine Leistung. Obwohl mit seinem Resultat zufrieden, meinte er, das Rennen sei für ihn nicht optimal verlaufen. Umso mehr, als dass ihm und seinem Doppelzweierpartner noch eine Wintersaison für die Vorbereitungen auf Athen bleibt, können sich Ruderbegeisterte auf eine interessante und viel versprechende Olympiade 2004 freuen.

Schweizer Drachenboote auf Platz 1 und 3

Auch beim Drachenbootrennen haben die Schweizer am Samstag brilliert. Das Team des DBC Beider Basel 1 konnte sich mit 40 Minuten und 29 Sekunden den ersten Platz sichern. Der zweite Platz ging an unsere Nachbarn aus Deutschland, zu den Easy Dragon Schwörstadt, die mit 40:43:36 ins Ziel kamen. Kurz dahinter wieder ein Schweizer Team aus Eglisau; der Drachenboot-Club, der mit 41:02:00 den Bronzeplatz erreichte.

Suzanne Baumann

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